Im Dutzend teurer
Kapitel I - Ein freundschaftliches Vorwort
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Wie alles begann
Es begann mit einem Lied
In den sechziger Jahren schrieb ich es für meinen Chor, die Ennepetaler Sternsinger. Wir sangen es oft. Und jedes Mal geschah etwas, das ich damals noch nicht einordnen konnte; Die Menschen hörten nicht nur zu – sie fühlten.
Vielleicht lag es daran, dass in diesem Lied etwas mitschwang, das über Worte hinausging. Etwas, das wir alle kannten, aber selten bewusst benennen:
Freundschaft.
Damals waren es erste, noch tastende Verbindungen. Begegnungen, aus denen langsam etwas wuchs, das blieb. Menschen, die wir nicht mehr missen wollten – ohne genau zu wissen, warum.
Der Große Brockhaus beschreibt Freundschaft nüchtern als
„ein auf gegenseitige Neigung, Achtung, Vertrauen und Treue gegründetes Verhältnis.“
Das ist korrekt.
Aber es greift zu kurz.
Freundschaft ist mehr als eine Definition. Sie ist ein unsichtbares Band, das trägt – oft gerade dann, wenn alles andere ins Wanken gerät.
Erst viele Jahre später verstand ich, wie tiefgreifend diese Verbindungen tatsächlich sind.
Studien der Universität von Kalifornien in Los Angeles zeigen:
Soziale Bindungen gehören zu den wirksamsten „Medikamenten“, die wir kennen.
Menschen mit stabilen Freundschaften haben:
- eine höhere Überlebenschance bei schweren Krankheiten
- ein widerstandsfähigeres Immunsystem
- eine stabilere psychische Gesundheit
- und oft ein deutlich längeres Leben
Bereits 1979 untersuchten Forscher über neun Jahre hinweg mehr als 5.000 Menschen im kalifornischen Alameda County. Das Ergebnis war eindeutig:
Die Sterberate bei Menschen mit vielen sozialen Kontakten lag nur halb so hoch wie bei jenen, die isoliert lebten.
Diese Erkenntnisse wurden später in Skandinavien und Japan bestätigt.
Eine der eindrücklichsten Aussagen daraus lautet:
Fehlende soziale Bindungen wirken sich stärker auf die Lebenserwartung aus als Rauchen.
In einer weiteren Studie beobachteten schwedische Wissenschaftler über drei Jahre hinweg 1.200 Senioren.
Das Ergebnis: Menschen mit engen sozialen Kontakten entwickelten rund 40 % seltener Demenz.
Und doch…
All diese Zahlen erklären nur einen Teil.
Denn Freundschaft ist nicht nur Statistik.
Sie ist Erinnerung.
Sie ist Wärme.
Sie ist das leise Wissen, nicht allein zu sein.
Dieses Buch ist – bei allem, was noch folgt – auch eine Reise durch genau diese Verbindungen.
Durch Begegnungen, die geprägt haben.
Durch Menschen, die Spuren hinterlassen haben.
Und durch Momente, in denen Freundschaft mehr war als ein Wort.
Die Freundschaft von unserem besonderen Dutzend war Halt.
Auf die Freundschaft
Freundschaften gibt es wie Sand am Meer.
Doch ohne Wahrheit, da bleiben sie leer.
Freundschaft bewährt sich erst wenn man in Not.
Wenn Dir Gefahr und wenn Trübsal Dir droht.
Wenn du bist allein, ist ein guter Freund, ganz so wie der Sonnenschein, der’s gut mit dir meint.
Nicht jeden Tag klopft das Glück bei dir an.
Es kommen Wolken auch dann und wann.
Dann kannsrt tragen, je leichter die leichte Last, wenn du zur Seite den Freund stehen hast.
Wenn du bist. Dein ist ein guter Freund, grad so wie der Sonnenschein der es gut mit dir meint.
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Im Dutzend teurer – Einleitung
Freundschaft ist nicht nur Statistik. Sie ist Erinnerung. Sie ist Wärme.
Sie ist das leise Wissen, nicht allein zu