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Wenn Du

keine Kraft mehr hast

Warum ein kleiner Schritt Dein Leben verändern kann

Wenn du glaubst es geht nicht mehr

Der Mensch macht den ersten kleinen Schritt - Gott schenkt die Kraft für den zweiten

Es ist als ob der Strom abgestellt wurde. Trauma, Verlust, Krankheit oder Depression können einen Menschen innerlich lähmen. Doch weder die Psychologie noch die großen Religionen sehen Hoffnungslosigkeit als Endpunkt. Heilung beginnt oft mit einem einzigen Schritt.

Du kennst dieses Gefühl

Du wachst morgens auf und fragst Dich, warum Du überhaupt aufstehen sollst. Die Sorgen werden größer, die Kräfte kleiner. Was früher leicht war, erscheint heute unmöglich.

Wenn Du Dich in einer Lebenskrise befindest, bist Du nicht allein. Millionen Menschen erleben Phasen, in denen sie keine Hoffnung mehr sehen. Doch erstaunlicherweise zeigen sowohl moderne Traumaforschung als auch die Botschaften von Jesus und die Weisheiten des Korans denselben Weg: Der erste kleine Schritt gehört dem Menschen. Die Kraft für den nächsten Schritt kommt von Gott.

Dabei geht es nicht darum, Glauben anzugreifen oder Religionen gegeneinander auszuspielen. Vielmehr zeigt die historische Forschung, dass die Entstehung großer religiöser Traditionen oft komplexer ist, als spätere Überlieferungen vermuten lassen.

Warum der erste kleine Schritt alles verändern kann

Wenn das Leben zu schwer wird

Manchmal kommt das Leid nicht auf einmal.

Es sammelt sich.

Eine schwierige Ehe. Eine Trennung. Finanzielle Sorgen. Krankheit. Der Verlust eines geliebten Menschen. Die Verantwortung für Angehörige. Enttäuschungen, die nie wirklich verarbeitet wurden.

Jedes einzelne Ereignis hinterlässt Spuren.

Treffen mehrere Schicksalsschläge zusammen, kann ein Mensch irgendwann an einen Punkt gelangen, an dem er nicht mehr kämpft. Nicht weil er schwach ist, sondern weil seine Seele erschöpft ist.

Viele Betroffene beschreiben ihren Zustand mit Worten wie:

Ich kann nicht mehr.

Ich habe keine Kraft mehr.

Es hat doch alles keinen Sinn.

Von außen wirkt dies oft wie Resignation.

Doch psychologisch betrachtet steckt meist etwas ganz anderes dahinter.

Was Trauma mit einem Menschen macht

Traumatische Erfahrungen verändern die Art, wie unser Gehirn die Welt wahrnimmt.

Wer wiederholt verletzt, gedemütigt, missbraucht oder enttäuscht wurde, entwickelt häufig die Überzeugung:

Egal was ich tue …

es bringt ohnehin nichts.

Psychologen sprechen von erlernter Hilflosigkeit.

Der Mensch verliert nicht zuerst seine Hoffnung.

Er verliert das Vertrauen in seine eigene Wirksamkeit.

Er glaubt nicht mehr daran, dass seine Entscheidungen noch etwas verändern können.

Dadurch entsteht ein gefährlicher Kreislauf:

  • weniger Aktivität
  • weniger Erfolgserlebnisse
  • mehr Rückzug
  • mehr Hoffnungslosigkeit
  • noch weniger Aktivität

Die Spirale dreht sich immer weiter nach unten.

Warum viele Betroffene ständig müde sind

Menschen mit schweren seelischen Belastungen hören häufig den Satz:

Du musst Dich nur zusammenreißen.

Doch genau das funktioniert oft nicht.

Die moderne Traumaforschung zeigt, dass … 

  • das Nervensystem in extremen Belastungssituationen in einen sogenannten Erstarrungsmodus wechseln kann.
  • der Körper Energie spart.
  • die Gefühle gedämpft werden.
  • der Antrieb verschwindet.
  • die Erschöpfung keine Faulheit., sondern ein Überlebensmechanismus.

Deshalb brauchen Menschen in einer Lebenskrise nicht zuerst Druck.

Sie brauchen Verständnis, Sicherheit und Hoffnung.

Wie Heilung tatsächlich beginnt

Viele Menschen glauben, sie müssten zuerst wieder stark werden.

Die Wahrheit ist oft genau umgekehrt.

Heilung beginnt nicht mit Stärke.

Heilung beginnt mit Bewegung.

Nicht mit einem großen Sprung.

Nicht mit der Lösung aller Probleme.

Sondern mit einem kleinen Schritt.

  • Ein Anruf
  • Ein Spaziergang
  • Ein Arzttermin
  • Ein Gebet
  • Ein Gespräch

Jeder kleine Schritt sendet dem Gehirn dieselbe Botschaft:

Jeder kleine Schritt sendet dem Gehirn dieselbe Botschaft:

Ich bin nicht völlig machtlos.

Genau hier beginnt Veränderung.

Was Jesus über Hoffnung lehrt

Jesus begegnete Menschen niemals mit Vorwürfen.

Er sagte nicht:

„Warum glaubst Du nicht genug?“

Er fragte:

„Was brauchst Du?“

Immer wieder forderte er Menschen auf, einen ersten Schritt zu wagen.

Der Gelähmte sollte aufstehen.

Der Blinde sollte sich auf den Weg machen.

Petrus sollte das Boot verlassen.

Der verlorene Sohn musste den Heimweg antreten.

Die Botschaft dahinter ist erstaunlich:

Der Mensch macht den ersten Schritt.

Gott schenkt die Kraft für den nächsten.

Eine überraschende Botschaft im Koran

Auch im Koran findet sich dieser Gedanke.

In Sure 13, Vers 11 heißt es sinngemäß:

Allah verändert den Zustand eines Volkes nicht, bis sie verändern, was in ihnen selbst ist.

Dieser Vers wird oft missverstanden.

Er bedeutet nicht, dass der Mensch alles allein schaffen muss.

Er bedeutet vielmehr:

Öffne die Tür.

Gehe den ersten Schritt.

Dann wird Hilfe möglich.

Ebenso tröstlich sind die Worte aus Sure 94:

Mit der Erschwernis kommt Erleichterung.

Nicht irgendwann.

Nicht vielleicht.

Sondern mitten im Leid.

Du wirst nicht bestraft

Viele Menschen fragen sich in schweren Zeiten:

Warum lässt Gott das zu?

Werde ich bestraft?

Diese Gedanken finden sich in fast allen Religionen.

Doch weder Jesus noch die großen Propheten lehren, dass jede Krankheit oder jede Krise eine Strafe Gottes sei.

Das Leid gehört zur menschlichen Erfahrung.

Doch genauso gehört Hoffnung dazu.

Gott begegnet dem Menschen nicht mit Verdammung.

Sondern mit Barmherzigkeit.

Vielleicht reicht heute ein einziger Schritt

Vielleicht musst Du heute nicht Dein ganzes Leben verändern.

Vielleicht musst Du heute nur aufstehen.

Vielleicht nur einen Menschen anrufen.

Vielleicht nur zehn Minuten spazieren gehen.

Vielleicht nur sagen:

„Gott, ich weiß nicht weiter. Aber ich bin bereit für den nächsten Schritt.

Mehr verlangt niemand von Dir.

Nicht die Psychologie.

Nicht Jesus.

Nicht Allah.

Die Hoffnung beginnt früher, als Du denkst

Wenn Du diesen Artikel liest und glaubst, dass für Dich alles verloren ist, dann denke an eines:

Die Dunkelheit verschwindet nicht auf einmal. Du musst als aller erstes die Streichhölzer nehmen und anreiben. Dann zündest du die erste Kerze an. Danach eine zweite und eine dritte.  Und während die kleine Flame das Wachs zum schmelzen bringt, kann der Docht den energetische Saft hochsaugen und in Licht verwandeln. 

So weicht die Dunkelheit Schritt für Schritt dem Licht.

Vielleicht kannst Du heute noch nicht glauben, dass alles gut wird.

Aber vielleicht kannst Du glauben, dass der nächste Schritt möglich ist.

Und manchmal ist genau das der Anfang eines neuen Lebens.

Fazit

Die moderne Traumatherapie, die Lehren Jesu und die Weisheiten des Korans weisen überraschend in dieselbe Richtung:

Du musst nicht den ganzen Weg sehen.

Du musst nicht alle Antworten kennen.

Du musst nicht stark genug für morgen sein.

Du brauchst nur den Mut für den nächsten kleinen Schritt.

Denn oft geschieht genau dort das, was wir ein Wunder nennen.

Prof. Ashok Riehm

Während ich an diesem Artikel geschrieben habe, schickte der „liebe Gott“ diesen Artikel via einer guten Freundin. In diesem Video erklärt Prof. Riehm, warum Trauma und chronischer Stress zu einer besonderen Form von Erschöpfung führen können. Nicht als Charakterschwäche, sondern als hochintelligentes Notprogramm des Körpers: ein Nervensystem, das zu lange im Überlebensmodus war.

Der Vortrag ist zeimlich trocken, aber inhaltlich dennoch zu empfehlen. Die Erkenntnisse decken sich sehr mit meinen Erfahrungen.

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Bestkes Thomas, ein echter Sauerländer, trägt die Region bis heute in Stimme und Haltung. Aufgewachsen zwischen Wiesen, Treckern und Schützenfesten – mit Lagerfeuer, Schwimmenlernen in der Nuhne und Fahrradfahren auf einem viel zu großen 28-Zoll-Rad. Das schmiedet Charakter.

Parallel die Jugend im Ruhrgebiet.: Baustellen erforschen, weggeworfene Pfandflaschen einlösen, Schrott verkaufen, im elterlichen Betrieb mit anpacken, Gymnasium, Abitiur, BWL-Studium. Heute verbindet er bäuerliche Schlauheit mit akademischer Klarheit, Humor mit Verantwortung und eine gesunde Portion Selbstironie.

Wer gelernt hat, Forellen mit bloßen Händen zu fangen und nicht aufzugeben, bleibt auch in stürmischen Zeiten standfest.

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