Der Adler in Dir
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- Bestkes Thomas
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Du bist kein Huhn - Du hast es nur gelernt zu glauben
Vielleicht bist du nie das gewesen, was man dir gesagt hat
Manchmal braucht es nur einen einzigen Moment, um zu erkennen, wer man wirklich ist.
Und manchmal braucht es Jahre.
Diese Geschichte ist nicht einfach nur eine Geschichte.
Sie ist aus einem Moment entstanden, der mir nahe ging.
Für einen Menschen, der alles hatte, was man Stärke nennt – und doch den Zugang dazu verloren hatte.
Sie hat perfekt funktioniert.
Hat als Alleinerziehende die Kinder zu wunderbaren Menschen erzogen, unter härtesten Bedingungen Geld verdient, Leistung gezeigt und sich dem sozialen Umfeld angepasst.
Und dabei hat sie Stück für Stück vergessen, wer sie eigentlich ist.
Die Geschichte vom Adler
Ein Bauer fand im Wald einen jungen Adler mit einem gebrochenen Flügel. Er fing den jungen Adler ein, nahm in mit nach Hause und bandagierte den Flügel. Anschliessend steckte er ihn in den Hühnerhof zu den Hennen, Enten und Truthühnern. Und er gab ihm zu fressen. Hühnerfutter!
Der junge Adler konnte in Ruhe wieder genesen.
Er wurde aus seinem Leben gerissen, bevor er je gelernt hat zu fliegen.
Er bekommt Körner.
Er sieht, wie Hühner um ihn herum im Dreck scharren.
Er hört, wie sie gackern.
Und irgendwann versucht er, es ihnen gleichzutun.
Nicht, weil er ein Huhn ist.
Sondern weil er gelernt hat, was in seiner jetzigen Umgebung als vollkommen normal erscheint.
Jahre vergehen
Eines Tages bleibt ein Nachbar am Zaun stehen.
Er beobachtet die Szenerie eine Weile, schweigend.
Dann sagt er ruhig:
„Warum läuft da ein Adler zwischen deinen Hühnern?“
Der Bauer lächelt.
„Weil er sich angepasst hat. Ich habe ihn hier großgezogen. Er kennt nichts anderes. Er hat gelernt, wie ein Huhn zu leben. Und; es funktioniert. Er hat Futter, Sicherheit, keine Gefahr. Er hat sich angepasst.“
Der Nachbar schaut den Adler lange an.
„Aber es ist nicht seine Natur.“
Der Bauer schüttelt den Kopf.
„Natur ist überbewertet. Gewohnheit ist stärker.
Der bleibt hier. Der will es auch gar nicht mehr anders.“
Die Komfortzone
Der Bauer hebt den Adler hoch, wirft ihn leicht in die Luft.
Der Vogel schlägt kurz mit den Flügeln – unsicher, kraftlos – und landet wieder zwischen den Hühnern.
„Siehst du?“ sagt der Bauer.
„Komfortzone. Er kennt das hier. Hier fühlt er sich sicher. Dort oben wartet nur Unsicherheit.“
Der Adler beginnt wieder zu scharren.
Konfrontation mit der Realität
Am nächsten Morgen steht der Nachbar früh auf.
Ohne viele Worte, schnappt er sich den Adler, wickelt ihn in eine Decke und nimmt ihn mit.
Sie fahren hinaus.
Weg vom Hof.
Weg vom Gewohnten.
Hinauf in die Berge.
Der Wind wird stärker. Die Luft klarer.
Unter ihnen fällt das Tal steil ab.
Oben auf dem Berg angekommen steigt der Nachbar aus.
Er hält den Adler fest – einen Moment zu lang, fast wie ein Abschied.
Dann sagt er leise:
„Ich tue das jetzt nicht gegen dich.
Ich tue es für dich.“
Er greift den Adler mit festem Griff und wirft ihn im hohen Bogen in die Luft.
Der Moment der Wahrheit
Der Adler fällt.
Nicht gleitend. Nicht majestätisch.
Er fällt.
Ein Moment der Panik.
Ein Moment, in dem alles, was er kannte, nicht mehr trägt.
Und genau dort – zwischen Angst und Aufprall –
passiert etwas.
Ein Instinkt.
Eine Erinnerung, die nie ganz verschwunden war.
Er breitet seine Flügel aus.
Der Wind greift ihn.
Hebt ihn. Trägt ihn.
Und plötzlich ist da kein Fallen mehr.
Nur noch Flug. Majestätisches Gleiten.
Against All Odds
Der Adler steigt höher.
Und höher.
Nicht, weil es leicht ist –
sondern weil es wahr ist.
Er sieht die Welt aus einer völlig neuen Perspektive.
Schlussgedanke
Freiheit fühlt sich nicht immer gut an, wenn sie beginnt.
Oft fühlt sie sich an wie Verlust.
Wie Kontrollverlust.
Wie Angst.
Und die, die dich in deiner Komfortzone halten,
wirken oft wie die Guten.
Sie geben dir Sicherheit.
Sie nehmen dir das Risiko.
Aber sie nehmen dir auch den Himmel.
Wahre Freunde
Die wahren Freunde sind selten bequem.
Das sind die, die dich sehen – wirklich sehen –
und sich weigern zu glauben, dass du weniger bist, als du bist.
Die, die dich nicht dort lassen, wo du dich eingerichtet hast, wenn sie wissen, dass du dort nicht hingehörst.
Manchmal brauchst du jemanden,
der dich nicht festhält.
Sondern dich loslässt.
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